Biologie und Chemie für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium

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Entstehung der Artenvielfalt...

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Klassenstufe 10

2. Entstehung der Artenvielfalt

Auf welche Weise könnten die Arten auf unserer Erde entstanden sein?


  1. Der Formenwandel im Verlauf der Erdgeschichte
  2. Charles Darwin und Ernst Haeckel
    1. Charles Darwin
    2. Ernst Haeckel
  3. Die Evolutionsfaktoren
    1. Mutation und Neukombination
    2. Selektion
    3. Isolation

1. Der Formenwandel im Verlauf der Erdgeschichte

Stammbaum
Stammbaum
Willst Du wissen, wie spät es gerade ist, dann schaust Du auf Dein Smartphone oder auf die Uhr Deines Computers.

Oder Du schaust auf Deine Armbanduhr.

Wenn Du aber etwas wissen möchtest über längere Zeiträume, zum Beispiel über den Zeitraum mehrerer Wochen oder Jahre, dann wird es schon schwieriger, denn Du müsstest Dich erinnern und hast darüber vielleicht auch keine Aufzeichnungen.

Und nun stelle Dir vor, Du solltest erdgeschichtliche Zeiträume einordnen, solltest eine Vorstellung davon haben, wie lange zum Beispiel eine Millionen Jahre dauern.

Das ist so gut wie unmöglich und so erschaffen wir uns Modelle, die solche Zeiträume veranschaulichen.

So gehen die Biologen heute davon aus, dass die Erde vor 4,5 Milliarden Jahren und dass vor 3,8 Milliarden Jahren das Leben auf der Erde entstanden sein soll.

Nun kann man sich einen Zeitstrahl vorstellen, von 3,8 Milliarden Jahren bis heute und die Organismenarten eintragen, wie sie im jeweiligen Erdzeitalter ausgesehen haben können.

Für die heute lebenden Arten stellen wir uns keinen Zeitstrahl mehr vor, sondern einen Stammbaum.

Das ist kein geradliniger Strahl, sondern einer mit Verzweigungen, wie ein Baum mit großen Seitenästen und kleineren Verästelungen.

Du siehst einen solchen Stammbaum auf dem Bild.

In einem solchen Stammbaum kann man erkennen, welche verwandtschaftlichen Beziehungen die Arten untereinander haben.


Urvogel
Fossiler Urvogel
Dass sich das Leben auf der Erde verändert hat, daran zweifelt heute kaum noch jemand.

Belege dafür gibt es genügend, nämlich die Fossilien.

Fossilien sind verstorbene Lebewesen oder Teile von Lebewesen aus früheren Erdzeitaltern.

So siehst Du im Bild links die Nachbildung eines fossilen Fundes des Urvogels.


Nachbildung Urvogel
Nachbildung des Urvogels
Du siehst auf dem Bild links die Nachbildung des fossilen Fundes eines Urvogels.

Und dazu die Nachbildung eines Urvogels (wissenschaftlicher Name: Archaeopteryx), wie sie im Phyletischen Museum in Jena zu sehen sind.

Der Urvogel lebte schätzungsweise vor 147 Millionen Jahren. Er gilt als Übergangsform zwischen den Kriechtieren und den Vögeln.

Übergangsform bedeutet, dass der Urvogel Merkmale von Kriechtieren und Vögeln aufweist.

Heute ist der Urvogel ausgestorben.

Auf der Erde leben heute über 10.000 Arten von Vögeln.

Die Formenvielfalt der Vögel ist enorm.

Evolution
Im Laufe der Erdgeschichte haben sich die Arten der Vögel verändert, man sagt auch „angepasst“ dazu. Grundlage waren und sind veränderte Umweltbedingungen.

Damit beschäftigt sich das Teilgebiet der Biologie: Evolution.

Unter Evolution versteht man die Veränderung der Gene einer Organismenpopulation im Verlaufe langer oder kürzerer erdgeschichtlicher Zeiträume.

Evolutionäre Veränderungen sind langsame Veränderungen im Verlaufe der Erdgeschichte.

Merksatz

Die Veränderung, die Anpassung der Arten an veränderte Umweltbedingungen, erfolgt über bestimmte erdgeschichtliche Zeiträume. Fossilien belegen den Formenwandel der Organismen im Verlaufe der Erdgeschichte.

Lies weiter zum Thema Entstehung der Artenvielfalt
Punkt 2. Charles Darwin und Ernst Haeckel