Biologie und Chemie für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium

Sie sind hier:
Der Eisvogel ist das Auwaldtier

Zur Startseite
Friedenseiche auf der großen Wiese im Rosental

Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Er besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten (Imagines und Larven), Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen. wikipedia.org/wiki/Eisvogel

Exkursion zum Klärwerk Rosental im Juli 2008...


Der Auwald (ein Laubwald, der besonders feuchten Boden aufweist) erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 5900 Hektar im Leipziger Raum. 3000 Hektar davon gehören zum Stadtgebiet Leipzig. Eine derart große geschlossene Auwaldfläche hat kaum eine mitteleuropäische Großstadt aufzuweisen.

Leipziger Auwald und eines seiner vielen Gewässer Eisvogel (Alcedo atthis. Autor: Lukasz Lukasik)Seit nunmehr 15 Jahren wird alljährlich ein besonders unter Schutz zu stellendes Tier zum "Auwaldtier" ernannt. Das Auwaldtier des Jahres 2009 wurde am 16.April gekürt und ist der Eisvogel (Alcedo atthis). Das hat die Stadt Leipzig im Rahmen des 15. Auwaldtages bekannt gegeben. Der Eisvogel steht auf der "Roten Liste" der bedrohten Tierarten. Im vergangenen Jahr konnte der Naturschutzbund (NABU) immerhin zwölf Brutpaare in der grünen Lunge Leipzigs nachweisen.

Der Eisvogel ist spatzengroß und am Wasser lebend. Die Farbpalette seines Federkleides reicht von Blau-, Blaugrün- und Türkistönen im Rücken- und Kopfgefieder, bis zu eindrucksvoll rostrotem Bauchgefieder.

Eisvogel (Alcedo atthis. Autor: Lukasz Lukasik)Der Erhalt der Art ist auch in Leipzig in Gefahr:
Durch das Einleiten von Wasser aus den Tagebauen der Umgebung verschlechterte sich die Wasserqualität der Pleiße. Der Eisvogel braucht ganzjährig stehende oder ruhig fließende, klare Gewässer.

Leipziger Auwald und eines seiner vielen GewässerDurch die verschlechterte Wasserqualität der Pleiße kann der Eisvogel kaum noch jagen. Er braucht täglich mit 15 bis 30 Gramm Nahrung, die überwiegend aus Kleinfischen von vier bis sieben Zentimetern Größe sowie aus Insekten und seltener kleinen Fröschen oder Kaulquappen besteht.

Der zunehmende Wassertourismus in und um Leipzig erschwert das Überleben dieses Vogels. Er brütet ab Ende März in meist selbst gegrabenen Brutröhren in steilen Lehm- oder Sandwänden an Uferböschungen, aber auch immer wieder fernab der Nahrungsgewässer.

Es gilt, auf den bedrohten Lebensraum des kleinen Vogels aufmerksam zu machen und diesen besonders zu schützen.

Zurück nach oben