Biologie und Chemie für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium

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Biber von Tom Sylie Wikipedia

5. Das Biosphärenreservat Mittelelbe

Wer sieht sie nicht gern: Tiere in der freien Natur, nicht "eingesperrt" im Zoo. Der Hinweis zum Informationszentrum am Eingang des Biosphärenreservats MittelelbeKeine Tiere hinter einer Absperrung, vielleicht an trüben Tagen nicht einmal zu sehen. Man hat doch aber Eintritt bezahlt.

Wer schaut nicht gern nach Pflanzen, die am Wegesrand stehen, die so schön blühen, fotografiert sie oder nimmt sich gar ein Sträußchen mit nach Hause?

Im Biosphärenreservat darf man das: schauen, staunen, fotografieren, schnuppern. Und manchmal hat man sogar ein lohnendes Motiv vor der Linse. Im Biosphärenreservat Mittelelbe könnte das der Biber sein.
Im Bild siehst Du ein Hinweisschild zum Informationszentrum des Biosphärenreservates Mittelelbe.

Die Kapenmühle, der Verwaltungssitz des Biosphärenreservats Mittelelbe Im Jahr 1990 wurde die Flusslandschaft Elbe in Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein mit einer Fläche von 125.743 Hektar zum Biosphärenreservat erklärt. Mittelelbe ist der sachsen-anhaltische Teilbereich dieses größten deutschen Biosphärenreservates. Zwischen Dessau und Oranienbaum befindet sich der zentrale Verwaltungssitz des Gebietes, es ist die Kapenmühle. Du siehst dieses Gebäude, etwas versteckt hinter Bäumen, auf dem Bild links. Ein Holzhaus, mitten in der Natur.

Warum braucht der Biber ein Biosphärenreservat?

Ein Elbebiber aus Holz nachgebildetDer Elbebiber (sein lateinischer Name lautet: Castor fiber albicus) galt bis 1850 in Deutschland als ausgestorben.
Auf dem Bild siehst Du einen Elbebiber aus Holz nachgebildet. (Sehr gut sind der massige Körperbau und der flache breite Schwanz zu erkennen.)

Der Elbebiber galt bis 1850 in Deutschland als ausgestorben, weil er gejagt wurde, denn sein Fell hielt warm und war Statussymbol zugleich. Da vor allem bei Begüterten die Nachfrage groß war und sich damit viel Geld machen ließ, konnte nie genug von diesen Pelzen beschafft werden.

Biberfleisch stand auf der Speisekarte der Menschen. Das Fleisch soll ganz zart sein und sein Schwanz soll einen fischähnlichen Geschmack haben. So kam dieses Fleisch auch an kirchlichen Fasttagen auf den Tisch.

Der Biber kehrte zurück in die Flusslandschaft. Morastiger Boden, viele kleine Gewässer, Bäume, wie Espen oder Weiden, solche Lebensräume bevorzugt das massige Nagetier mit dem flachen und breiten Schwanz.

Merksatz

Der Biber galt lange Zeit als ausgestorben. Er kehrte zurück in die Flusslandschaft. Das Gebiet Mittelelbe wurde zum Biosphärenreservat erklärt, um den Lebensraum des Elbebibers nunmehr zu erhalten.

Lesen Sie hier weiter, in 2. Zusammenhänge im Ökosystem zu
Punkt 4. Die Biosphärenreservate... Biosphärenreservat Mittelelbe