Biologie und Chemie für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium

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Protonenübergänge – Säure-Base-Reaktionen

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3. Einige Grundbegriffe, die Sie kennen sollten!

Johannes Nikolaus Brönsted (1859-1927) und Thomas Martin Lowry (1874-1936) stellten eine Säure-Base-Theorie auf, die auch heute noch anerkannt wird. Nach Brönsted und Lowry werden die Begriffe Säure und Base wie folgt erklärt:

  1. Eine Säure ist ein Stoff, dessen Teilchen Protonen (Wasserstoff-Ionen H+) „entbinden“, d.h. abgeben können.
  2. Säuren sind Protonen-Donatoren.
  3. Eine Base ist ein Stoff, dessen Teilchen Protonen „binden“, das heißt aufnehmen können.
  4. Basen sind Protonen-Akzeptoren.

Protolyse ist eine Art der chemischen Reaktion, bei der ein Protonenübergang stattfindet (eine Säure-Base-Reaktion).

Protolyse ist eine umkehrbare Reaktion, bei der sich ein Gleichgewicht einstellt. (Dies ist in der Rektionsgleichung am Doppelpfeil erkennbar).

Aus einer Säure bildet sich bei einer Protolyse ihre korrespondierende Base und aus einer Base ihre korrespondierende Säure. Der Chemiker spricht von der Herausbildung von korrespondierenden Säure-Base-Paaren:

  • Erstes korrespondierendes Säure-Base-Paar:
    1. HA (Säure I) H+ + A- (Base I)
  • Zweites korrespondierendes Säure-Base-Paar:
    1. H2O (Base II) + H+ H3O+ (Säure II)
  • Die Gesamtreaktionsgleichung lautet also:
    1. HA (Säure I) + H2O (Base II) H3O+ (Säure II) + A- (Base I)
  • Protolyte sind Säuren oder Basen.

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Punkt 4. Die Stärke von Säuren und Basen...