Biologie und Chemie für Schülerinnen und Schüler am Gymnasium

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Anatomie und Physiologie der Samenpflanzen...

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Klassenstufe 9

1. Anatomie und Physiologie der Samenpflanzen


Die Ordnung der Vielfalt im Pflanzenreich

  1. Steckbriefe von Pflanzen
  2. Der Begriff: "Art" einer Pflanze
  3. Einordnung von Organismen in das System der Lebewesen
  4. Beispiel für einen Steckbrief einer Pflanze
Akazie

3. Einordnung von Pflanzen in das System der Lebewesen

Blick zum Zooschaufenster des Leipziger ZoosJeder von uns ist sicherlich schon einmal in einem Zoo gewesen. Jeder beobachtet gerne die Tiere, vor einigen kann man einige Zeit verweilen. Viele Leute sind neugierig, wie das entsprechende Tier heißt und sie schauen auf das Schild, das neben dem entsprechenden Gehege steht. Man findet auf dem jeweiligen Schild nicht nur den Namen der Art des Tieres, z.B.: Steinmarder, sondern auch den so genannten Gattungs- und Familiennamen. (Gattung: Marder, Familie: Marderartige).

So wird es auch mit den Pflanzen gemacht.

Um einen Überblick über die große Mannigfaltigkeit des Pflanzenreichs zu erhalten, ordnet man die Pflanzen und fasst die dabei gebildeten Gruppen nach ihren mehr oder weniger gemeinsamen Merkmalen zusammen. Es entsteht so ein Pflanzensystem aus Gruppen verschiedener, einander fortlaufend übergeordneter Rangstufen.

Dabei ist die Art einer Pflanze die Grundeinheit des Systems. Zu ein und derselben Art rechnet man alle Pflanzen, die in ihren wesentlichen Merkmalen weitestgehend übereinstimmen.

Schöne Landschaft bei Bad KösenVerschiedene Pflanzenarten, die in vielen Merkmalen einander ähnlich sind, werden zu einer Gattung zusammengefasst. Gattungen von Pflanzen, die sich wieder in bestimmten Merkmalen ähneln, bilden eine Familie, ähnliche Pflanzenfamilien eine Ordnung, ähnliche Ordnungen eine Klasse, ähnliche Klassen eine Abteilung.

Jede Pflanzenart hat nun einen lateinischen Namen. Dieser lateinische Name ist international bekannt. In den einzelnen Ländern dieser Erde sind für Pflanzen jedoch auch mehrere Synonyme (gleichbedeutende Namen) in der jeweiligen Landessprache in Gebrauch gekommen.

Jeder lateinische Artname besteht aus zwei Worten. Dies wird als binäre Nomenklatur bezeichnet, die 1753 von Carl Linnaeus (bedeutender Biologe1707 - 1778) eingeführt wurde. Das erste Wort ist der Gattungsname, das zweite Wort das Artepitheton, das heißt, der die Art bestimmende Zusatz zum Gattungsnamen.

Der Gattungsname wird stets mit einem Großbuchstaben begonnen, für das Artepitheton wird konsequent die Kleinschreibung angewendet. Hinter jedem lateinischen Namen stehen ein (oder mehrere) Personennamen, oft in abgekürzter Form und immer mit Großbuchstaben geschrieben. Dies ist der Name des Autors, der als erster die Pflanze benannt hat.

Wir finden hier zum Beispiel:

AbkürzungName und Lebzeiten des Autors, der als erster die Pflanze bestimmt hatBeispiel für die Benennung einer Pflanzenart mit doppeltem lateinischen Namen und Autor (in Klammern steht der deutsche Name der Pflanze)
L.C. Linnaeus (1707 - 1778)Salix babylonica L. (Trauer-Weide)
WILLD.C.L. Willdenow (1765 - 1812)Salix acutifolia WILLD. (Spitzblättrige Weide)
SCOP.G.A. Scopoli (1723 - 1788)Salix eleagnos SCOP. (Lavendel-Weide)
Merksatz

Das System der Lebewesen umfasst verschiedene, hierarchisch angelegte, Kategorien. Diese Kategorien werden in aufsteigender Reihenfolge wie folgt bezeichnet: Art, Gattung, Familie, Ordnung, Klasse, Abteilung, Reich.

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Punkt 3. Einordnung von Pflanzen in das System der Lebewesen Schauen wir an, wie die Pflanze...